Zugspitzaufstieg

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Mittwoch war nun endlich der Tag gekommen zum Zugspitzaufstieg, da die österreichische Seilbahn durch den Fondueabend lange in Betrieb ist. Pünktlich 8:30 standen wir an der Talstation der Ehrwalder Almbahn um die erste Gondel zur gleichnamigen Alm zunehmen. Die ersten 300 Höhenmeter haben wir damit per Seilbahn zurückgelegt, da dieser Aufstieg landschaftlich nicht besonders ist.

Von der Ehrwalder Alm ging es die ersten 500 Höhenmeter über die Hochalm zum Max-Klotz-Steig, welcher zum Gatterl führt. Oben angekommen erwartet einem eine grandiose Aussicht auf die verschiedenen Täler mit saftigen grünen Wiesen. Die Höhenmeter sind über eine Strecke von 6 km verteilt, sodass diese gut wanderbar sind.

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Max-Klotz Steig

Nach der Aussicht des Gatterl überquert man die österreichische/deutsche Grenze und die nächsten 2 km führen über ebenes alpines Terrain  bis zur Knorrhütte. Das anstregendste Stück steht aber nun noch bevor, sodass sich eine Pause an der Hütte auf jeden Fall lohnt. Zwar hat man nun schon etwa 3/4 des Weges hinter sich aber es fehlen noch etwa 1000 Höhenmeter bis zum Gipfel.

Nun folgt der letzte Abschnitt der Wanderung. Ein kleiner Weg führt nun über steiles gerölliges alpines Gelände immer weiter bergauf. Die Landschaft hat sich nun deutlich gewandelt. Das Grün der Täler wurde nun durch ein Grau von Geröll und Stein des Hochgebirges abgelöst. Schneefelder liegen am Wegesrand oder müssen beim Aufstieg überquert werden. Zahlreiche Skilifte stehen wie verlassen und verwaist in der Landschaft und warten auf den nächsten Winter.

Angekommen an der Talstation des Sonnalpin Liftes trennen einem nur noch 400 Höhenmeter vom Gipfel. Aber diese letzten Höhenmeter haben es jetzt noch einmal in sich. Der Aufstieg erfolgt nun über ein sehr steiles Geröllfeld  vorbei an der Umweltforschungsstation. Dabei kommt man nur mühselig voran, aber man sollte sich zeit nehmen um immer wieder einen sicheren Tritt zu finden.

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Sonnalpin

Am Ende des Geröllfeldes wartet ein schon anspruchsvoller Klettersteig bis zur Bergstation des Sonnalpin. An zahlreichen Stahlseilen kann man sich bei Bedarf sichern. Über den  Grat, wo es auf jeder Seite zahlreiche hundert Meter in die Tiefe geht, erreicht man nun endlich die ersehnte Bergstation.

Oben angekommen kann man sich beispielsweise im Münchner Haus eine kühle Erfrischung gönnen.  Schnell merkt man aber, dass man als Wanderer auf der Zugspitze zur Minderheit gehört. Die meisten Touristen fahren einfach mit der Gondel auf den Berg. Dies sieht man deutlich, da sie keine Spuren von Staub und Dreck auf ihren Sachen und Schuhen haben.

Aber nach 1600 Höhenmeter, 11,8 km und 6:15h ist man schon  Stolz auf sich, dass Ziel erreicht zu haben.

Den Gipfel erreicht man erst über einen weiteren Klettersteig. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass alpine Erfahrung erforderlich. Dennoch klettern zahlreiche Touristen mit Sneaker ohne ausreichende Sohle oder mit Sandalen und Flip Flops zum Gipfel. Durch unzureichende Erfahrung, zu viele Leute und unpassendes Schuhwerk staut es ständig auf diesen Steig, sodass es meist nicht mehr vor und zurück geht. Das es dort bisher noch nicht zu tragischen Unfällen gekommen ist, ist ein Wunder, da man mehre hundert Meter bei einem Fehler abstürzen kann.

Über die österreichische Seilbahn sind wir dann wieder von der Zugspitze herunter gefahren.  Ein gemütlicher Waldweg führte uns dann wieder nach Ehrwald zurück.

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Waldweg

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